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30.10.2012

Drei Grenzen weiter!

tirana

Der Blick durch die Frontscheibe wird von Wassermassen verschleiert, der Scheibenwischer arbeitet kräftig dagegen, dabei wäre die Sicht hier auf den albanischen Straßen doch sehr wichtig. Der Belag der Straße wechselt zwischen zweispurigem Asphalt und Schotterpiste, mit kraterartigen Schlaglöchern und fehlenden Gullideckeln muss man jederzeit rechnen, dazu kommen Fußgänger am Wegesrand oder Kühe und Esel, die quer über die Autobahn getrieben werden. Die Verkehrsregeln lauten hier jeder fährt wo Platz ist, Geisterfahrer auf der Autobahn keine Seltenheit. Heute verwandelt der dauerhafte Starkregen die Straßen in orangefarbene Schlammpisten, das Wasser fließt quer in Bächen dahin, bildet riesige Pfützen um die sich die Autos schlängeln. Braune Fontänen werden aufgewirbelt, wenn man hindurch fährt.  Als vor uns die Autos im Schlamm steckenbleiben, drehen wir um, fahren ein zweites Mal durch die Hauptstadt Tirana, müssen die Route ändern.
Dubrovnik liegt hinter uns, wir haben die beeindruckende Stadtmauer abgeschritten, mächtige Mauern, bis zu 6m Dicke und 25m Höhe umgeben die Altstadt. Ein Spaziergang von 2 km mit vielen steilen Treppen und genialer Aussicht. Den  ersten Stempel in unseren Reisepass haben wir bei der Einreise nach Montenegro bekommen. In Montenegro fällt dann für uns die Entscheidung, wir werden unsere Winterpause einleiten, werden mit dem Auto über Albanien nach Griechenland überbrücken, um auf die Insel Samos, wo wir ein Winterquartier haben, zu gelangen. Die Bedingungen, kurze Tage, Wetterschwankungen, angekündigter mehrtägiger Starkregen, eine in den Winterschlaf gehende Infrastruktur machen unser Vorankommen einfach zu langsam und schwierig.
Wir sind sehr traurig, und können uns noch nicht so richtig damit abfinden, dass das mit dem Radfahren jetzt erst mal vorbei sein soll. Albanien hätte so viel Spannendes zu bieten. Wir mögen die Länder, wo sich das Leben auf der Straße  abspielt, die so anders sind, als wir es kennen. Verwirrung stiftet schon ein Kopfschüttel: Nicken bedeutet „nein“, seitliche Kopfbewegung“ ja“. So viel schöne Landschaft in Albanien und jetzt in Griechenland müssen wir einfach an uns vorbeiziehen lassen, aber wir richten den Blick nach vorn und sind neugierig, was uns jetzt erwartet.

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