Über die Strassen der Welt per Rad.........

 

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07.11.2012

göttliches Griechenland

meteora

Saloniki, so nennen die Griechen Thessaloniki liebevoll. Hier geben wir unser Auto wieder ab, befreien unsere Räder aus dem Kofferraum und freuen uns wie die Kleinkinder als sie mit uns in unserem Hotelzimmer wohnen, jetzt ist alles wieder richtig. Wir schlendern durch die Straßen der Stadt, die wie Schluchten wirken, 6-8 stöckig stehen die Häuser eng beieinander, Balkone rundumlaufend. Dazwischen immer wieder historische und antike Gemäuer eng eingepfercht. Moderne Cafés und Geschäfte und wir müssen uns erst daran gewöhnen, dass man uns zu einem Cappuccino gleich noch eine ganze Flasche  Wasser und einen Teller Süßgebäck hinstellt, alles inklusive. Für seine Süßwaren ist die Stadt bekannt und an jeder Ecke kann man sich sattsehen oder naschen von den kleinen Törtchen, süßen Cremes, honigklebrigem Gebackenen.
Hier schwingen wir uns dann doch wieder auf unsere Räder, obwohl ein Tag Dauerregen, wir brauchen Bewegung an der frischen Luft. Dabei sind unsere Schuhe mal wieder durchgefallen bzw. voll Wasser gelaufen, wir sollten uns zu Weihnachten vielleicht  doch  Regenüberschuhe wünschen. Unglaublich wo wir an diesem Abend landen, dank „ booking“ und der Nachsaison  können wir in einem Resort & Spa Hotel einchecken zu einer Rate, für die man sonst nur schlichte Pensionen bucht. Also ab in die Sauna. Der nächste Tag bringt wieder Badewetter wir faulenzen am Strand aber immer wieder fällt unser Blick auf den in unserem Rücken liegenden Olymp, der höchste griechische Berg, 2918 m hoch, sagenumwoben ist er der Wohnsitz der griechischen Götter . Als wir uns nach Wandermöglichkeiten erkundigen lädt  uns die Hotelchefin kurzerhand in ihr Auto führt uns in eine fantastische Schlucht des Berges, sie ist hier aufgewachsen und liebt es hier zu wandern. Wir genießen die Landschaft, um jede Ecke ein anderer Ausblick, es riecht nach Herbst, feuchtem Laub und Erde und am Ende der Schlucht weit oben blickt man auf den kargen Doppelgipfel  des Olymps. Eine weitere Wanderung bringt uns dem Gipfel etwas näher, bis zur halben Berghöhe klettern wir bergauf.
Auch unser Radweg führt weiter durch tolle Landschaft, wir fahren zwischen Baumwollfeldern, einsame Gegenden in denen Hirten mit ihren Ziegen unterwegs sind. Wenn wir nicht mehr sicher sind ob das noch der richtige Weg ist, sind alle hilfsbereit, versuchen auf Griechisch und mit Händen und Füßen den Weg zu erklären oder fahren einfach ein Stück voraus, überall wird freundlich gegrüßt und gewunken. Das erste Mal bekommen wir einfach etwas geschenkt. Als wir in einem kleinen Dorf auf dem Marktplatz unsere Mittagspause machen, wir schmieren uns gerade eine Stulle, kommt aus dem Minimarkt eine Frau zu uns rüber und streckt uns zwei Müsliriegel als Geschenk entgegen. Unglaublich!
Unglaublich schön ist auch Meteora, die ersten Bilder davon sehen wir auf einer Postkarte und beschließen gleich, da müssen wir hin. „ der steinerne Wald“, ursprünglich war hier Wasser,  durch tektonische Verschiebungen hat sich Sedimentgestein aufgetürmt und diese zum Himmel ragenden Steintürme gebildet. Die Zeit hat sie glattgeschliffen. Und das besondere, auf den Türmen thronen Klöster. Mönche haben diesen Ort  vor vielen Jahren ausgewählt um ungestört, während sonst im Land doch viel Unruhe herrschte, beten zu können. Mensch und Gut konnten nur in besonderen Seilkörben nach oben befördert werden. Heute kann man alten Mönchspfaden folgen oder einfach über die Straße, die die Klöster verbindet herauf gelangen. Für ein paar Stunden  am Tag darf man am Klosterleben teilhaben. Nach dem Eingang wird man als Frau auf die bereitliegenden Wickelröcke hingewiesen. Wie, über die lange Hose auch noch einen bedeckenden Rock? Ok, na gut, Ordnung muss sein. Der Ausblick von hier oben ist gewaltig, Weite, Tiefe, Steintürme in unterschiedlichen Formen, Klöster in der Ferne und ein unendliches Meer von Bergen. Ein Anblick ,der so tief berührt, dass es mir mal wieder Tränen in die Augen treibt.

Fotos

18.11.2012

Lost in Samos

Lost in Samos

Der Bericht der beiden letzten Touristen auf der griechischen Insel Samos:
Wir sind dem Winter mal wieder kurz von der Schippe gesprungen. Als wir in Thessaloniki mit unseren Rädern am frühen Morgen zum Flughafen rollen zeigt das Thermometer am Tacho 3°C bei klarem Himmel und farbenprächtigem Sonnenaufgang. In der Ferne kann man den Olympus sehen. Er trägt eine dicke weiße Mütze.  50 min Flug und als wir auf Samos aussteigen ist es warm obwohl ein kräftiger, böiger Nordwind bläst.
Ja und da sind wir nun, haben in Kokkari ein kleines Appartement bezogen. Ein neues Experiment beginnt. Eintauchen in den Alltag eines griechischen Fischerdörfchens, das sich im Sommer zu einem Ferienparadies mit 3- 4 Tausend Urlaubern mausert. Jetzt liegt hier alles im Winterschlaf, Restaurants und Bars an der Promenade alle geschlossen. Vieles verbrettert um es vor den Winterstürmen zu schützen. Die Fensterläden der kleinen Häuschen, die sich in kleinen Gassen um den Hafen gruppieren, große Hotels gibt es hier nicht, sind geschlossen. Als wir in den Ort rollen sind wir im ersten Moment etwas erschrocken „hier ist ja gar nix mehr los“. Aber der erste Blick täuscht. Immer mehr der  900 Einheimischen bekommen wir zu Gesicht. Wenn wir morgens zum Bäcker laufen, begegnen sie uns in den schmalen Gassen, lächeln uns freundlich zu und grüßen uns mit „Kalimera“, Gemüsehändler fahren mit ihren Autos durch den Ort und preisen über Lautsprecher ihre Waren an. Jeden Tag hängt überall die frisch duftende Wäsche auf den Wäscheleinen, die kreuz und quer in den Straßen gespannt sind. Ältere Damen mit weißen Haaren, im klassischen Schwarz gekleidet, hängen Teppiche über das Brückengeländer und beschweren sie mit Steinen. Die Haustüren stehen offen und man kann oft direkt in die Küche schauen. Das Leben findet in den Gassen statt, alles eng aufeinander. Abends trifft man sich in einer der Bars, schaut gemeinsam Fernsehen, oder sitzt einfach ein bisschen zusammen. Alles geht einen sehr ruhigen Gang. Es ist wunderbar auf dem Balkon zu stehen, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und all das mit jedem Atemzug aufzusaugen. Es streichelt die Seele im Hafen auf einer der türkisenen Steinbänke zu sitzen, die noch warmen Sonnenstrahlen zu genießen und einfach auf die Wellen und die schaukelnden Boote zu schauen. Auch wenn noch einiges fremd ist, so ist das hier ein guter Ort, alles Gesehene sich setzen zu lassen und neue Planungen zu machen, Winterpause!
Da es für euch ja sicher nicht so interessant ist, wie wir wöchentlich die Wäsche waschen und unser Appartement durchfegen werden wir etwas weniger Berichte schreiben. Aber so ab und zu wird es sicherlich Dinge auf dieser Insel geben, die wir nicht nur für uns behalten wollen. Außerdem werden wir die Internetseite auch mal wieder ein Bisschen auffrischen!
Bis dann, Anja & Christian lost in Samos!

Fotos

19.11.2012

Radler getroffen!

andrewandkallie

Andrew und Kallie haben wir in Meteora getroffen, die beiden fahren mit einem Tandem. Sie sind in einer Gruppe von 6 Amerikanern auf einer ähnlichen Route wie wir unterwegs. Wir haben uns super verstanden und hatten einen netten Abend voller spannender Geschichten ums Radfahren. Alles Weitere von der tollen Reise unter: FUELED by RICE

28.11.2012

3 Monate unterwegs

Fotos

29.11.2012

„ δύο ποτήρι κρασί παρακαλώ!“

primvera

„ Dio Krasi parakalo!“, zwei Wein bitte, sind die Worte die wir uns heute in Griechisch merken wollen. Opfer für unsere Übungslektion wird wieder einmal die Wirtin vom Primavera, dem Lokal was gleich bei uns um die Ecke liegt: hellblaue Tische und Stühle, eingedeckt mit farblich passenden karierten Tischendecken. Von den Plätzen draußen hat man Blick um die nächste Häuserecke auf das türkisblaue Meer und einen kleinen Kiesstrand (mein Yogastrand!). Wir gehen heute in das gelbgestrichene Häuschen, es pfeift draußen etwas kühl um die Ecken. Nehmen Platz an einem der kleinen Tische am Fenster, hinter uns dreht sich der Gyrosspieß und ein großer Fernseher gibt die neusten Nachrichten preis. „ Dio Krasi parakalo!“ versuche ich so korrekt wie möglich unsere Bestellung aufzugeben. Ein fragender Blick mit gerunzelter Stirn, ich versuche etwas anders zu betonen, Fragezeichen in den Augen der Wirtin, ich vergewissere mich bei Christian ob ich mir etwas Falsches gemerkt habe, er zuckt nur mit den Schultern. Meine englische Bestellung geht in der Betriebsamkeit der Wirtin unter, die jetzt nach ihrem Telefon sucht, wählt und wartet. Als sie es mir hinhält, verstehe ich, ich versuche es noch mal auf Englisch, ah, ach so, alle Lachen, die Wirtin bringt uns das Ganze dann noch richtig bei “Dio Potiri Krasiiiiii parakalo“, hab ich das nicht gesagt???. Und immer schön die Zunge hinter den Schneidezähnen festtackern. Als sie uns dann noch mit einem Fingerzeig auf eine Gaskartusche, erklärt, dass meine Bestellung, 2x Gas bedeutet hat können wir uns alle vor Lachen nicht mehr halten. Das kleine bisschen Enttäuschung über meine sprachliche Unbegabtheit vergeht, als dann doch noch zwei Gläser Weißwein auf unserem Tisch landen. So sitzen wir dann, nippen an unseren Gläsern, schauen erst albanische Nachrichten und dann wird extra für uns ein deutscher Sender herausgesucht. Irgendeine Kochshow mit dem Henssler und dem Calmund, über den wir dann Multi- Kulti gemeinsam etwas schmunzeln.
Für deutsche Genüsse der anderen Art unternehmen wir unsere derzeit fast einzigen Radtouren. Einmal in der Woche fahren wir 12 km und 250 hm, einfache Wegstrecke, zum Lidl nach Vathy/ Samos. Ach is datt schön: Lebkuchen, Fleischsalat von Homann, saure Gurken und Backmischung für Vollkornbrot.
Irgendwie liebt man wohl doch in der Ferne etwas von der Heimat!!!

Fotos

05.12.2012

Die Olive

Oliven

Überall sieht man es, Pickups, deren Ladefläche mit vielen Säcken gefüllt ist, Rauchzeichen überall und die Flächen unter den Bäumen sind mit Netzen ausgelegt. Es ist Olivenernte! Diese kleine, ovale Frucht gibt es gleich in mehreren Hundert Sorten und das Reifen erstreckt sich je nach Sorte von November bis ins Frühjahr. So ist in dieser ruhigen Zeit des Jahres fast Jeder mit Muße und Ausdauer mit dem Sammeln seiner Oliven beschäftigt.
Wir helfen Dimitris, unserem Vermieter, dabei ein paar seiner über 300 Bäume abzuernten. Wir schütteln die Äste, harken mit kleinen Plastikharken durch das Laub, streifen die reifen Früchte von abgesägten Ästen ab und sammeln vom Boden auf. Dieses ist eine Methode, die Andere ist, viele Netze unter den Bäumen auszubreiten und zu Warten bis die Götter die Oliven abfallen lassen. Egal wie, irgendwann sind die Netze gesprenkelt mit schwarzen und violett grünen reifen Oliven. Dann wird das Ganze in Säcke gefüllt und zur nächsten Ölmühle transportiert. Um einen Liter Olivenöl zu erhalten sind, je nach Sorte, zwischen 3 und 8 kg reife Früchte nötig. Dünne Äste und Laub werden gleich an Ort und Stelle verbrannt und verbreiten den allgegenwärtigen Räucherduft, dicke Äste dienen als Feuerholz zum wärmen der guten Stube.
Die meisten Olivensorten werden zu wunderbarem Öl verarbeitet, nur bestimmte Sorten sind zum Verzehr geeignet. So ist die Frucht absolut bitter, erst durch mehrmaliges Einlegen in Wasser werden die Bitterstoffe ausgewaschen. Oder man schlägt die Olive etwas auf, so dass sie leicht aufplatzt und legt sie 15 Tage in Salzwasser ein.
Das Ganze ist auf jeden Fall jede Menge Arbeit, nur Leben kann allein von der Olivenernte  kaum Jemand, dafür ist der Literpreis den man in der Mühle bekommt zu niedrig, Arbeitskräfte zur Ernte anzustellen viel zu teuer. Viele Jahre wurden die Olivenhaine oft gar nicht bewirtschaftet, doch in den letzten Jahren, in den Zeiten der griechischen Krise, lebt das Traditionelle wieder auf.
Wir sind stolz als wir das erste Öl probieren können, von Oliven, die wir selber geerntet haben. Es schmeckt wunderbar!!

Fotos

18.12.2012

Asien, Europa und ein Hauch von Afrika

Flamingos

An der engsten Stelle liegen nur 1,7km zwischen Samos und der Türkei, zwischen Europa und Asien. Zu diesem Teil der Insel geht heute unsere Fahrt, schon mal einen sehnsüchtigen Blick herüber wagen. Außerdem gibt es dort einen See an dem im Frühling Flamingos zu sehen sind, laut unserem Reiseführer, ok aber Frühling ist jetzt nicht, dafür gibt es einen Psili Amos Strand, Psili Amos bedeutet goldener Sand, ist ja auch etwas. Wir folgen der Straße runter zur Küste und dann an einem langen Kiesstrand entlang. Schilf umgibt den See zu unsere Linken, aber was ist das, wir trauen unseren Augen kaum, da wo das Schilf den Blick auf den See freigibt entdecken wir rosane Tupfen, ja es sind tatsächlich Flamingos da, mitten auf dem See staksen etwa 25 Tiere durch das seichte Wasser. Wir können uns nicht sattsehen, pirschen von verschiedenen Seiten heran. Die Abendsonne taucht die Pflanzen des Feuchtgebiets und die ganze Ebene in Rot und Orangetöne, zum Meer hin öffnet sich die Ebene und gibt den Blick auf leuchtend grün bewaldeten, steilen Hänge der Türkei frei. Bei so viel Idylle kann auch der Militärposten, der das Grenzgebiet im Auge behält an dieser Stelle kaum stören. Beim nächsten Besuch kommen wir noch näher an die Flamingos heran, ca. 80 sind es jetzt, mittlerweile wissen wir, dass sie den ganzen Winter bis zum Frühjahr bleiben, solange der See Wasser hat. Lange sitzen wir am Wasser und beobachten das Geschehen, die meiste Zeit steckt der Kopf mit dem großen gebogenen Schnabel unter Wasser, die dünnen Stelzen trippeln ständig, mit nach hinten knickendem Gelenk, um den Boden aufzuwühlen. Manchmal stehen sich zwei Flamingos gegenüber, flügelschlagend, zu einem kleinen Machtkampf bereit, anderswo schreiten sie stolz mit geschwungenen Hälsen im Gleichschritt hintereinander her. Wunderbare Ruhe umgibt uns, einzig das Kreischen der Flamingos und das Geläut einer Ziegenherde, die den Berg hochmarschiert durchbricht die Stille.

Fotos

24.12.2012

Frohe Weihnachten!

gechenkbox....unser Geschenk!

 

05.01.2013

Geschenke, Geschenke, Geschenke!

Geschenk am Strand

Weihnachten mal griechisch, war gar nicht so anders wie bei euch in Deutschland, in der Adventszeit werden täglich mehr Lichterketten in Büsche und Fenster gehangen. Eine Woche vor Weihnachten erscheint die Insel immer voller, in Samos Stadt herrscht Einkaufsrummel und es gibt einen kleinen Weihnachtsmarkt mit Kinderkarussell und einem Weihnachtsmann. In den Häusern leuchten die Tannenbäume, Kunstbäume mit bunten, wild blinkenden Lichterketten.  Wir feiern mit Dimitris Heilig Abend bei Kartoffelsalat, Nürnberger Würstchen und selbstgemachtem Glühwein. Am Tag darauf sind wir bei seiner Mutter eingeladen. Über die gesamten Feiertage wird ganz Kokkari mehrmals am Tag mit Weihnachtsmusik von der Kirche beschallt „Stille Nacht, heilige Nacht“ und“ Oh Tannenbaum „schallt es durch die Gassen. Allerdings hat da wohl jemand die Lautstärke etwas überdreht, nach ein paar Tagen klingt das ganze etwas blechern. Ach ja und Geschenke gab‘s auch, viele tolle Pakete aus Deutschland haben uns erreicht und erreichen uns  jetzt immer noch, dank der griechischen Post haben wir hier im Januar immer noch Bescherung…….Vielen lieben Dank noch mal an alle Päckchenpacker. Unglaublich wir können unseren Kaffee aus originalen Weihnachtsmarkttassen aus Osnabrück trinken und besitzen Lesestoff für die nächsten Monate.
Fantastisches Wetter beschert uns der 2. Feiertag. Es ist Windstill und die Sonne lacht vom blauen Himmel, wir machen uns auf zum Seitani Beach, ein abgelegener Strand, der nur über einen schmalen Fußweg zu erreichen ist. Ein kleines Paradies, wir sehen eine der seltenen Mittelmeerrobben, als wir einen Blick über die steilen Klippen werfen, als sie abgetaucht ist, tauchen weiter draußen mehrere Delfine auf, großartige  Geschenke macht uns einfach die Natur, sie sind mit Geld nicht zu erwerben.
Die Griechen überraschen uns hier täglich mit ihrer unvergleichlichen Gastfreundschaft, wir sind oft beschämt und erstaunt über die Selbstverständlichkeit mit der sie uns beschenken und uns willkommen heißen. Für uns wird traditionell gekocht und gebacken, wir bekommen Obst geschenkt, als wir nach einer Wanderung  im 14 Seelen Dorf Stavrinides  in ein kleines Restaurant einkehren ist die kleine Gaststube voll besetzt, sofort wird aufgerückt, damit auch wir Platz finden, mit englisch-griechischem Kauderwelsch können wir bestellen und werden in ein Gespräch verwickelt. Der Gastwirt ist ein Zauberer, dem der Schelm aus den Augen blitzt, er zaubert Rußpunkte von meiner rechten in die linke Hand und von Christians in meine Hände, errät von uns ausgedachte Zahlen und füllt unsere Gläser einfach so mit seinem selbstgemachten Wein immer wieder voll ohne das davon jemals etwas auf der Rechnung auftaucht. Wir werden wie Freunde verabschiedet mit einem Küsschen rechts und links.
Silvester war dann ungewohnt ruhig, wir sind um Mitternacht raus in den Hafen und haben dort unsere Wunderkerzen angezündet, außer uns waren hier nur ein paar Fische im Hafenbecken, die unser Feuerwerk bewunderten. Fast schon unheimlich waren die leeren Gassen von Kokkari, nur die Kirchenglocken wurden geläutet. Hier ist es nicht üblich das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen. Neujahr ist hier der Tag an dem man die Geschenke bekommt und die griechische Familie sich zum festlichen Essen trifft. Es gibt überall die typischen Neujahrskuchen mit der Jahreszahl aus Zuckerguss und einer eingebackenen Münze, die dem, der sie in seinem Stück findet, viel Glück im neuen Jahr verspricht.  Auch am 2. Januar bleiben noch viele Geschäfte feiertagsmäßig geschlossen.
Neujahr sitzen wir an einem Tisch in einem Strandlokal, wir wollten eigentlich nur unsere Schulden bezahlen, und werden zu Kuchen und Zuma, der griechische Schnapsvariante, eingeladen. Zwei Deutsche, ein Österreicher und die griechischen Wirtsleute Maria und Manolo, eine wilde viersprachige Unterhaltung entbrennt und danach sind wir um eine Einladung, 5 neue Freunde und eine Visitenkarte, auf der unter dem Namen Pensionist auf Samos steht, reicher.
Das neue Jahr liegt vor uns, wir haben uns vorgenommen viel Rad zu fahren und wünschen uns ganz doll, das etwas von der freundlichen Art der Griechen auf uns abgefärbt hat.
Ein schönes 2013 für euch alle!

Fotos

01.02.2013

Stop over germany

Wir haben uns für Heimaturlaub entschieden. Wir wussten ja das es im Winter in Deutschland kalt und dunkel ist, aber als der Flieger im Anflug auf Berlin die Wolkendecke durchbricht kommt mir der Gedanke: Kann hier mal einer das Licht anmachen! Wie ein Schwarzweißfilm läuft Deutschland vor uns ab.
Warm und wunderschön ist es dann die ganze Familie wieder zu knuddeln. Das Heimweh heilt langsam wieder.
Es gibt für uns ein paar Dinge zu erledigen bevor es weitergeht. Die Räder halten auf Samos die Stellung.
Wie labil so eine Reiseplanung ist war uns bewusst, jedes kleinste Element kann alles auf den Kopf stellen. Aber ist das nicht das Leben?

„Leben ist das, was dir passiert, während du fleißig andere Pläne schmiedest“

.....Fortsetzung folgt

28.02.2013

Besuch auf Samos

samos family

Seit fast zwei Wochen sind wir wieder auf Samos. Sind in unser kleines Haus zu viert eingezogen, Janina und Kimberly, sind für eine Woche zu Besuch und mischen uns hier mal ein bisschen auf. Wir entdecken die Insel wieder neu, der Frühling hat Einzug gehalten, das Gras auf den Wiesen leuchtet saftig Grün und unter den Olivenbäumen haben sich Blumenteppiche ausgebreitet, Weiß, Gelb und Violett, wir können nur Staunen.
Wir besuchen einige Strände und alle haben wir immer noch ganz für uns alleine. Abends gibt es dann gemütliches Familienkino und zu Essen jede Menge Gyros. So verfliegt eine Woche und wir schauen traurig dem grünen Flieger hinterher, der die beiden entschweben lässt.
So und wir müssen jetzt wieder aufs Rad, ob wir das überhaupt noch können??? Auf in die Türkei! Wir hatten uns schon auf den Umweg über die nördliche Insel Chios eingestellt, weil auf dem direkten Weg rüber von Samos seit dem 31. Dezember keine türkische Fähre mehr gefahren ist. Die Griechische fährt erst wieder ab Mai oder so. Aber Glück gehabt, die gute Fee im Reisebüro, heißt eigentlich Sofia, kann uns für den 2. März Tickets für die direkte Überfahrt verkaufen.
Good-bye Samos, der Winter ist vorbei, scheiden tut weh, bist uns mittlerweile so vertraut und einfach wunderbar!

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